Wir sind für Sie da

Kath. Kindertagesstätte der

Pfarrei St. Peter in Ketten

Obere Plötzgasse 3

56410 Montabaur

Telefon

Kita St. Martin:

Leitung: Eva Schmidt

und Ulrike Floreth

02602 17474

 

Kita Don Bosco

Leitung: Jutta Winniger

02602 4367

 

Kita St. Peter

Leitung: Uschi Diefenbach

02602 1342510

 

Kita St. Johannes

Leitung: Regina Günther

02602 3800

 

Unser Konzept

Pädagogische Arbeit

Zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes bilden Glaubensweitergabe und Wertevermittlung einen Orientierungsrahmen. Bildungsbereiche und Förderschwerpunkte die mit vielen Lebensabläufen vertraut machen lassen christlichen Glauben und Werte lebendig werden, um einen offenen Zugang zur Welt zu erlangen. In einem stabilen Umfeld unter kompetenter Anleitung durch unsere Mitarbeiter/innen Handlungs- und Erprobungsfreiräume zu schaffen, stärkt und fördert das Selbstwertgefühl der Kinder.

Durch unser Bildungsangebot tragen wir dazu bei, dass Kinder unabhängig von ihrer Person oder Herkunft gleiche Chancen haben. Sie werden altersgemäß gefördert und erhalten erzieherische Hilfen in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Die Aktivitäten und Projekte unserer Einrichtung bieten den Kindern vielfältige Erfahrungs- und Lernfelder (Familie, Arbeitswelt, Verkehr, Technik, Mathematik, Naturwissenschaft, Naturerfahrung und Ökologie, Medien, Sprache, andere Länder und Kulturen, Gesundheit usw.).

Unsere Angebote regen dazu an, zu beobachten, zu fragen, zu experimentieren und zu forschen, neugierig zu sein, Schlussfolgerungen zu ziehen, Freude am gemeinsamen Tun zu haben und phantasievoll zu sein. Die Kinder sollen sich in ihrer Welt zurechtfinden und diese aktiv mitgestalten.

Entscheidend für jede Aktivität ist aber immer die Situation der Gruppe oder einzelner Kinder.

 

„Die Zukunft gestalten, heißt die Gegenwart leben“

 

Antoine de Saint-Exupery

Teiloffenes Konzept

„Teiloffen“ bedeutet eine festgelegte zeitliche Öffnung der Gruppen / Räumlichkeiten / Außengelände, wobei die Basisgruppen erhalten bleiben.

Im Alltag gestaltet sich die „teiloffene Arbeit“ folgendermaßen:

Von 08.00 Uhr bis ca. 09.15 Uhr halten sich die Kinder in ihren Basisgruppen auf. Es werden gruppeninterne Angebote erarbeitet oder es findet ein Freispiel statt. Um 09.15 Uhr schlägt ein Gong, der den Kindern die „offene Zeit“ ankündigt. Die Kinder entscheiden frei, welche Räume sie nutzen möchten. Wir unterstützen die natürliche Freude der Kinder an Bewegung.

Durch Bewegung entwickeln Kinder die Fähigkeit sich mit den räumlichen und materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt auseinanderzusetzen (Sachkompetenzen) und lernen eigenverantwortlich und selbständig zu handeln.

Es gelten verbindliche Regeln, die mit den Kindern gemeinsam erarbeitet wurden. Der Turnraum und das Außengelände kann in der „offenen Zeit“ von bis zu 6 Kindern auch ohne dauernde Aufsicht durch eine Erzieherin/eines Erziehers genutzt werden. Die Regeln bilden einen Orientierungs- und Handlungsrahmen. Später kehren die Kinder in ihre Gruppen zurück.

 

Mit diesem Angebot fördern wir besonders:

Entscheidungsfreiheit und -fähigkeit, Eigenverantwortung

Die Kinder haben in der offenen Zeit Wahlmöglichkeiten, wie und wo sie ihre Zeit gestalten möchten. Für diese Entscheidung sind sie selbst verantwortlich.

 

Mitbestimmung der Kinder

In den regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen kann jedes Kind seine Anliegen und Wünsche im Kreis vorbringen. Die Kinder stimmen in den Kinderkonferenzen ab, ob Regeln oder Rituale geändert werden.

 

Sozialkontakte

In der offenen Zeit spielen die Kinder auch mit Kindern aus anderen Gruppen und sprechen die anwesende Erzieherin an. Das fördert die Kontaktfähigkeit und Offenheit für Neues, es bilden sich Freundschaften über die eigene Gruppe hinweg.

 

Bewegungs- und Freiräume

Der Bewegungsraum der Kinder ist nicht nur auf den eigenen Gruppenraum und dessen Mög­lichkeiten begrenzt, sondern auf die gesamte Einrichtung ausgeweitet und so differenzierter bezüglich der Aktivitäten.

Stress- und Aggressionsbewältigung

Die verschiedenen Raumkonzepte erfüllen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder. Wir möchten damit deren Emotionen und Stimmungen gerecht werden. Es gibt „Platz“ um eigene Gefühlslagen zuzulassen und/oder auszuleben. Damit wirken wir Stresssituationen der Kinder entgegen, die eventuell entstehen könnten.

 

Selbsteinschätzung und Selbständigkeit

Die offenen Räume und das Außengelände stellen für die Kinder immer wieder eine Herausforderung dar. Neues kann entdeckt werden, eigene Ideen können in die Tat umgesetzt werden. Dabei stoßen die Kinder auch auf Grenzen, wenn sie bemerken, dass sie Hilfe bei der Umsetzung einer Idee benötigen. Diese Situationen führen dazu, dass die Kinder sich intensiv mit sich selbst auseinandersetzen, sich selbst immer wieder neu erfahren und einschätzen müssen.

Ganztagesbereich

In unserer Einrichtung können 36 Kinder Ganztags von 07.00 Uhr bis 16.30 Uhr (Freitags bis 16.00 Uhr) betreut werden. Die Kinder werden mit einem frisch zubereiteten Mittagessen versorgt. Den wöchentlichen Speiseplan können sie an der Infowand im Flur einsehen.

Das Mittagessen beginnt um 12.30 Uhr. Essen ist nicht reine Nahrungsaufnahme. Mahlzeiten sind für die Kinder ein wichtiges Ritual, die den Tagesablauf strukturieren. Daher ist uns eine ruhige und entspannte Atmosphäre wichtig. Die älteren Kinder werden anschließend in einer Gruppe betreut.

Von 13.15 Uhr bis 14.00 Uhr gehen die jüngeren Kinder schlafen. Die Kinder dürfen ausschlafen, auf Wunsch wecken wir sie auch. Um den Kindern das Schlafen zu erleichtern können Kuscheltiere oder Schmusetuch mitgebracht werden. Die Ruhephase ist wichtig für die Kinder. Sie verarbeiten und speichern das Erlebte vom Vormittag.

Ab 14.00 Uhr beginnt die Nachmittagsbetreuung der Kinder. Die Ganztagskinder erhalten zusätzlich um ca.15.00 Uhr einen Nachmittagssnack. In der Zeit von 16.00 Uhr bis 16.30 Uhr werden die Kinder von zwei Erzieherinnen im Spätdienst betreut.

Eingewöhnung

Die ersten Schritte aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte, bedeutet für die Kinder und deren Familien eine große und spannende Herausforderung. Die neue Umgebung, unbekannte Räume, fremde Erwachsene und andere Kinder fordern dem Kind große Lern- und Anpassungsleistungen ab. Unsere Eingewöhnung lehnt sich an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ an. Die Eingewöhnungszeiten können jedoch stark variieren, da wir uns individuell am jeweiligen Kind orientieren. Im täglichen Austausch informiert die pädagogische Fachkraft die Eltern über die nächsten Schritte.

 

Die Grundphase der Eingewöhnung – Die ersten drei Tage

In den ersten drei Tagen besuchen Mutter, Vater oder eine enge Bezugsperson gemeinsam mit dem Kind unsere Einrichtung für ca. eine Stunde, möglichst immer zur gleichen Zeit.

Im Gruppenraum setzt sich die Bezugsperson in eine ruhige Ecke und ist für das Kind einfach da. Sie sind der sichere Hafen für ihr Kind. Lassen sie ihr Kind in Ruhe das Geschehen in der Gruppe beobachten und evtl. auch schon mitwirken, ohne es zu einem bestimmten Verhalten zu drängen.

Die Erzieher/innen nehmen in dieser Zeit ganz behutsam erste Kontakte zu dem Kind auf. Die Hauptaufgabe der pädagogischen Fachkraft besteht in der Verhaltensbeobachtung des Kindes, um es besser kennen zu lernen. Es werden keine Trennungsversuche unternommen. Gemeinsam gehen Eltern und Kind wieder nach Hause.

 

Der erste Trennungsversuch

Am vierten Tag kann der erste Trennungsversuch stattfinden. Die Eltern verabschieden sich vom Kind und verlassen den Gruppenraum für kurze Zeit. Reagiert das Kind positiv auf diese erste Trennung, werden die Trennungszeiten gesteigert. Die Eltern kehren jedoch umgehend in den Gruppenraum zurück, falls sich das Kind beunruhigt zeigt, weint und sich noch nicht von der Erzieherin trösten lässt.

 

Dauer der Eingewöhnung

Ist der erste Trennungsversuch positiv verlaufen, wird die Trennungszeit in den folgenden Tagen stetig verlängert. Zum Ende der Eingewöhnung können die Eltern die Kita verlassen, müssen aber telefonisch erreichbar sein.

Ein Kuscheltier oder ein anderer vertrauter Gegenstand von zu Hause kann dem Kind in dieser Zeit ein Sicherheitsgefühl geben. Die Trennungszeiten liegen immer am Ende des Kita Aufenthalts von Eltern und Kind. Damit erhält das Kind das Signal, wenn Mutter oder Vater in den Gruppenraum zurückkehren, gehen wir gemeinsam nach Hause.

 

Die Schlussphase

Ist die Beziehung zwischen Kind und Erzieherin stabiler geworden, sollten die Eltern morgens nur noch kurzzeitig im Gruppenraum bleiben und sich von ihrem Kind verabschieden. Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Erzieherin im Bedarfsfall trösten lässt. Was nicht bedeutet, dass das Kind nicht mehr weint, wenn die Eltern sich verabschieden. In den ersten vier bis sechs Wochen sollte das Kind die Kindertagesstätte nur halbtags besuchen. Auch bei einer unproblematischen Eingewöhnungszeit benötigt das Kind all seine Kraft und sein Können, um sich mit den neuen Verhältnissen vertraut zu machen. Eine Ganztagsbetreuung von Beginn an erschwert dem Kind diese Aufgabe. Wird die Eingewöhnungszeit durch Erkrankung des Kindes unterbrochen, muss man nach der Unterbrechung entscheiden, in welcher Phase der Eingewöhnung ein „Widereinstieg“ erfolgt.

Beobachtung und Dokumentation

Die Beobachtung der Kinder ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Sie gibt Aufschluss über den individuellen Entwicklungsprozess der Kinder. Welche Fortschritte, Veränderungen, Abweichungen oder Verzögerungen werden bei dem Kind „Bemerkt“. Mit welchen Themen beschäftigen sich die Kinder und wie gehen sie damit um?

Die gezielte und regelmäßige Beobachtung eines Kindes durch eine Erzieherin erfolgt für ca. 10 bis 15 Minuten im Kindergartenalltag. In die Entwicklungs- und Lerngeschichten der Kinder fließen auch spontan gemachte Beobachtungen.

Die Beobachtungen werden in einer Dokumentationsvorlage festgehalten. Die Dokumentation ermöglicht die Reflexion und bietet eine Grundlage für Entscheidungsprozesse, wie das einzelne Kind in seiner weiteren Entwicklung unterstützt werden kann. Sie sind Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche mit Ihnen.

Alle Daten und Informationen werden vertraulich behandelt und unterliegen dem Datenschutz.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Das Zusammenleben von Kindern verschiedenen Alters ermöglicht vielfältige Erfahrungen und erleichtert die Integration von Kindern mit unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen. „Soziales Lernen“ durch das Zusammenleben mit Anderen und die Freude am gemeinsamen Handeln ist ein wichtiger Punkt in unserer Arbeit. Ein partnerschaftliches Miteinander und die Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Kinder gehört zum pädagogischen Alltag unserer Einrichtung. Die Kinder lernen eigene Entscheidungen zu treffen und erkennen, dass sie für ihre Gefühle und ihr Verhalten verantwortlich sind. Hier werden Fähigkeiten zur Kompromissbereitschaft und Konfliktlösung spielerisch gefördert und erlernt.

Wir stärken das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Kinder und fördern Eigenverantwortlichkeit, demokratisches Denken und Handeln. Kinderkonferenzen dienen den Kindern dazu, ihre Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Das Zusammenleben der Gruppe wird reflektiert und die Kinder können Lösungsmöglichkeiten entwickeln und selbstverantwortlich einbringen. Rituale und Regeln schaffen einen Orientierungs- und Handlungsrahmen für die Kinder. Die eigene Freiheit ist eng mit den Rechten Anderer verbunden.

Unsere pädagogische Arbeit entwickelt sich aus Beobachtungen. Welche Erlebnisse beschäftigen die Kinder? Welche Erfahrungen machen sie? Wie sieht die Umwelt der Kinder und deren Familien aus? Welche Bedürfnisse und Interessen haben die Kinder?

Situationsorientiertes Lernen lässt sich besonders gut in Projekten verwirklichen. Projekte eignen sich in einer begrenzten Zeit, mit einer klaren Zielvorgabe eine Fülle von Fähigkeiten zu fördern, Fertigkeiten sinnvoll anzuwenden, Zusammenhänge zu erkennen und Vorlieben und Kompetenzen einzelner Kinder optimal einzubinden. Wir greifen die Themen der Kinder auf und führen sie gemeinsam mit ihnen durch. Dazu holen sich die Erzieher/innen auch die Unterstützung von Eltern, oder anderer Menschen mit Fachkompetenzen.

 

In Projekten werden Kinder:

zu Entdeckern:

In den Projekten erforschen die Kinder ihre Umwelt, sie fragen und erkunden. Kinder Lernen an Beispielen und lernen aus Erfahrung.

Zu Machern:

Die Kinder nehmen selbst Einfluss auf ihr Umfeld und können ihm Gestalt geben. Das eigene Handeln regt zu Fragen an: „Was möchte ich, und wie kann ich es erreichen?“

Zu Mitbestimmern:

Wir beziehen die Kinder bei der Themenauswahl und Projektplanung mit ein. Sie lernen ihren eigenen Standpunkt zu vertreten, aber auch Kompromisse zu schließen.

 

In Projekten lernen Kinder:

Lebensnah:

Wir gehen mit den Kindern „hinaus“ und holen vieles zu uns „hinein“. Wir unterstützen lernen durch aktives Begreifen und gehen nach außen. (Besuche von Institutionen, Eltern an ihrem Arbeitsplatz, Seniorenheim, Theater, Museen u. s. w.).

Wir laden andere Menschen zu uns in die Einrichtung ein, um mit ihnen gemeinsam neue Er­fahrungen zu machen und zu lernen.

Lebenslang:

Wir fördern bei den Kindern die „Lust am Lernen“ und nehmen sie ernst mit ihren Fragen. Die Kinder erfahren, dass auch Erwachsene nie auslernen und durch Fehler weiter lernen.

Exemplarisch:

Die Kinder lernen anhand von Beispielen, die sich auf andere Situationen übertragen lassen.

Ganzheitlich:

Unsere gewählten Lernformen eröffnen den Kindern Gestaltungsspielräume zum Erkunden und Ausprobieren. Gruppenzusammenarbeit ist gefragt, Fehler sind erlaubt.

Im Fordergrund stehen Freude, Lust und Interessen der Kinder.

 

Bildungsbereiche

Sprachliche Bildung

Die Entwicklung von Sprachkompetenz stellt einen zentralen Schlüssel zur Bildung dar und ist eine wesentliche Voraussetzung für ein aktives Leben in der Gemeinschaft.

Die kontinuierliche Begleitung und Unterstützung aller Kinder in ihrem Spracherwerb verknüpft mit den alltäglichen Aktivitäten und Angeboten quer durch die verschiedenen Bildungsbereiche steht hier im Vordergrund. Mit der Orientierung an den sprachlichen Fähigkeiten von Kindern erschließen sich auch alters- bzw. entwicklungsspezifische Schwerpunkte der sprachlichen Förderung.

Die jüngeren Kinder erleben eine handlungsbegleitende, beschreibende Sprache in Verbindung mit Bewegung, durch Körpersprache und Musik.

Ältere Kinder beginnen Dinge zu hinterfragen und bringen ihre eigenen Erfahrungen mit ein, in denen sie ihre Gedanken und ihr Wissen sprachlich ausdrücken können. Wir bieten den Kindern ausreichend Gelegenheit ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu aktivieren, anzuwenden und zu erweitern.

Dies geschieht spielerisch im Umgang mit anderen Kindern und den Fachkräften. Kinder setzen Sprache während des Spiels ganz beiläufig ein, sie singen, toben, handeln Regeln für ihre Spiele aus und erforschen ihre Umwelt.

Hier setzt die eigentliche Sprachförderung ein, in dem die Kinder entsprechende Anregungen, Zuwendung und Unterstützung durch die Fachkräfte bekommen.

Die nicht-deutschen Familiensprachen der Kinder sollen einen unbestrittenen Platz in der Kindertagesstätte haben, denn für alle sollte das Gebot sprachlicher Toleranz gelten.

Systematische und kontinuierliche Beobachtung und Dokumentation der Sprachentwicklung sowie Elterngespräche bilden den Ausgangspunkt für jedes pädagogische Handeln.

 

Erfahrungen mit Sprache ermöglichen wir durch:

 

  • Imitieren und Wiederholen von Wörtern und Wörter über Handlungen erschließen,
  • kreativen Umgang mit Wörtern (Wortspiele, Wortneuschöpfungen,
  • Wortbedeutungen erweitern: Bedeutungsvielfalt von Wörtern (Alles was rollt),
  • eine Vielzahl verschiedener Verben und Verbpositionen in unterschiedlichen Positionen (Ich sehe was, was du nicht siehst),
  • Aufmerksamkeit und Anerkennung sprachlicher Leistungen der Kinder durch eine vertrauensvolle und stabile Beziehung zur Fachkraft,
  • So tun als ob Spiele,
  • Beschreibungen, was Kinder sehen, hören oder fühlen,
  • Einbringen von Ideen, Zuhören, Finden von Kompromisse und Lösungen,
  • Herstellen von Inhaltlichen Zusammenhängen, Erklärungen, Begründungen,
  • Rollenspiele, Erlebnisaustausch, Interaktionen mit Kindern in unterschiedlichen Situationen: mit jüngeren, älteren Kindern, in Groß- und Kleingruppen,
  • Geschichten erzählen,
  • Beteiligung an der Gestaltung des Kita-Alltags und Projekten.

 

Mathematisch – naturwissenschaftliche Bildung

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik geben Antworten auf die vielen kindlichen Fragen. Neugierde und Forscherdrang der Kinder unterstützen wir mit dem bewussten Umgang mit Zahlen, Mengen, Formen, Experimentieren mit Wasser, Licht und vielem mehr.

 

Ästhetisch-kulturelle Bildung

Wir unterstützen und begleiten die Kinder in ihren kreativen Bildungsprozessen. Unterschiedliche Materialien bieten den Kindern eine Anregung schöpferisch und selbstbestimmt tätig zu sein. Nicht das fertige Ergebnis, sondern der Weg dort hin schafft eigene Zugänge zu Lösungen und Erfahrungsfeldern. Gemeinsames Singen, Musik, Tanz und Theater fördern das soziale Lernen, stärken Ausgeglichenheit und Entspannung und tragen zum Gemeinschaftsgefühl bei.

 

Bewegung und Gesundheitsbildung

Bewegung, Spiel und Sport führen zu einer ganzheitlichen Bildung. Geschicklichkeit, Ausdauer und Konzentration fördern wir durch gezielte Bewegungsangebote an Turntagen, durch Spiele, Spaziergänge, Musik und der Möglichkeit sich frei zu bewegen, denn Bewegung macht klug.

Neben Bewegung ist die Ernährung ein weiterer wichtiger Faktor zur eigenen Gesundheit.

Der bewusste Umgang mit Nahrungsmitteln und deren Vielfalt lernen Kinder bei Koch- und Backangeboten in der Kita kennen.

 

Lebenspraktische Kompetenzen

Selbsttätiges Handeln schafft Vertrauen in die eigenen Stärken, um den Alltag zu bewältigen. Erfahrungs- und Lernbereiche ergeben sich zum Beispiel im erledigen von kleineren Aufträgen (Tisch decken, abwaschen, jüngere Kinder unterstützen) im Ankleiden, Körperhygiene und der Umgang mit Alltagsgegenständen. Wir begleiten die daraus resultierenden Ergebnisse durch Wertschätzung und Unterstützung.

 

Emotionales und soziales Lernen

In einer Gemeinschaft lernen Kinder Rücksicht zu nehmen, eigene Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, andere zu respektieren und zu unterstützen, Konflikte zu bewältigen, Lösungen zu finden und Regeln zu beachten. Regel- und Rollenspiele und die Vorbildfunktion der pädagogischen Fachkräfte tragen dazu bei, dass Kinder sich in eine bestehende Gruppengemeinschaft einfügen können um ihre eigene Identität zu finden.

 

Religiöse Bildung

 

Als Kindertagesstätte in katholischer Trägerschaft ist Religiöse Bildung der Kinder für alle Mitarbeiter/innen Auftrag und Selbstverständnis. Wir lösen damit das „Recht des Kindes auf Religion“ ein.

Kinder sind neugierig auf ihre Umwelt und möchten sie mit ihren eigenen Fähigkeiten entdecken und begreifen. Sie stellen Fragen und setzen Beobachtetes und Erlebtes zu sich in Beziehung und bilden daraus bereits erste Urteile.

Wir bieten den Kindern Anregungen und Unterstützung. Sie erfahren im Zusammenleben in der Einrichtung die Mitarbeiter/innen als Vertrauensperson, die ihnen mit Achtung, Respekt und Zuneigung begegnet.

Im alltäglichen Umgang mit den Mitarbeiter/innen und anderen Kindern lernen die Kinder eigene Vorstellungen und Wünsche zu äußern, aber auch die der anderen wahrzunehmen.

 

Wir geben Kindern Handlungs- und Erprobungsräume um:

  • eigene Interessen durchzusetzen,
  • auf andere einzugehen und Rücksicht zu nehmen,
  • anderen zu helfen und für andere Partei zu ergreifen,
  • Einigungen auszuhandeln und gemeinsame Ziele zu verfolgen
  • Wir sehen unsere Einrichtung als „Lernort des Glaubens“ für Kinder und Erwachsene.
  • Kinder sind auf vertrauensbildende Grunderfahrungen angewiesen, die sie ein Leben lang tragen.
  • In Gesprächen und/oder anderen geeigneten pädagogischen Maßnahmen gehen wir auf Erlebnisse, Ängste, Hoffnungen, Mut, Gelingen und Scheitern, Gefühle und Bedürfnisse der Kinder ein. Wir bieten ihnen religiöse Erfahrungen, Inhalte und Werte an, um ihr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und das Vertrauen in Gott zu stärken.

 

Kinder finden Hoffnung und Orientierung durch Vorbilder.

  • In Gesprächen über Gott und Jesus Christus wird der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit der Kinder hergestellt.
  • Im Gebet entsteht eine lebendige Beziehung zu Gott, er ist vertrauensvoller Gesprächspartner, dem man all seine Gefühle und Spannungen erzählen kann, ohne eine Bewertung erfahren zu müssen.
  • Sie erfahren sich selbst und andere Kinder als Geschöpfe Gottes, trotz Unterschiede gehören wir zusammen.
  • Welt und Umwelt ist Schöpfung Gottes und wir müssen sie gestalten und bewahren.
  • Durch kindgerechte Gestaltung und aktive Mitwirkung der Kinder von Religiösen Festen und Feiern im Jahreskreis wird Glaube für Kinder und Eltern lebendig.
  • Wir tragen dafür Sorge, dass Kinder unterschiedlicher Kulturen und Religionen in einer offenen Atmosphäre tolerant miteinander umgehen lernen. Die Kinder haben Gelegenheit sich auszutauschen, andere Glaubensformen, Riten und Symbole kennen zu lernen. Wir schauen gemeinsam mit den Kindern, was bei anderen Religionen gemeinsam und verbindend sein kann und was uns am Glauben anderer anspricht und gefällt.
  • Trotz unterschiedlicher religiöser Prägung begegnen wir uns respektvoll und mit Achtung vor der Schöpfung.

 

Folgende Ziele finden in unserer Kita besondere Beachtung:

  • Förderung und Begleitung der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung der Kinder:
  • Orientierung am Handeln von Jesus Christus,
  • christliche Glaubensweitergabe und Werthaltung,
  • Vermittlung von Glaubensinhalten und -praktiken,
  • vertraut werden mit Gebeten, Riten und Symbolen,
  • liturgische Feste und Feiern gemeinsam begehen,
  • Gemeinschaft leben und erleben,
  • Interreligiöse Bildung, unvoreingenommen unterschiedliche Formen von Glauben und Religion wahrnehmen.

 

Übergänge

Mit Zwei „Dabei“ in der Gruppe Minimäuse

Die emotionale Bindung der Kinder ist die Basis für alle späteren Schritte. Wir ermutigen und unterstützen die Kinder darin, zu beobachten, nachzuahmen und Entscheidungen zu treffen, damit sie emotional wachsen können und Selbstvertrauen entwickeln. Spielen bedeutet die Welt erkunden, sich selbst ausprobieren und entdecken wie die Dinge funktionieren. Sie üben, sich zu konzentrieren und auf ein Ziel hinzuarbeiten. Sie lernen zu gewinnen und zu verlieren und erleben sich als Teil der Gemeinschaft. Die Kinder erfahren Beachtung und liebevolle Zuwendung. Wir achten auf eine lebendige Sprachkultur, um die Kinder zu Gesprächen anzuregen. Sie können ihre Gefühle und Ideen mitteilen um so Kontakt zu anderen Kindern herzustellen.

Bei frühkindlichen Bildungsprozessen gehen Bewegung und Denken Hand in Hand. „Bewegung macht klug.“ Und ganz nebenbei schulen Kinder ihre Sinne, trainieren Muskeln, Bewegungsabläufe und Geschicklichkeit.

Gerade junge Kinder können sich viel besser auf soziale Kontakte einlassen, wenn sie ausgeruht und satt sind und keine frische Windel brauchen. Die Kinder haben die Möglichkeit jederzeit etwas zu essen, zu trinken, eine frische Windel zu bekommen und sich bei Bedarf zurückziehen und ausruhen.

Nach ca. einem Jahr (meist nach den Sommerferien) wechseln die Kinder in eine Gruppe für Kinder von drei bis sechs Jahren. Der Übergang zur neuen Gruppe wird behutsam gestaltet. Abschieds- und Übergangsrituale geben den Kindern die notwendigen Starthilfen, damit sie die Veränderung mutig und selbstbewusst bewältigen. Gespräche, Besuche in der neuen Gruppe, erleichtern den Übergang.

 

Übergang Kita – Grundschule

Die Kinder unserer Kindertagesstätte besuchen später die Joseph-Kehrein-Schule in Montabaur oder die Waldschule in Horressen.

Um den Kindern den Übergang zu erleichtern, stehen wir mit den Schulen in engem Kontakt. Gemeinsame Projekte, Gesprächsrunden, Veranstaltungen, Fortbildungen und Hospitationen stärken die Zusammenarbeit.

Für die Kinder finden Schulbesuche und eine Teilnahme am Schulunterricht statt, so dass die Kinder mit Schule und Lehrern bei Schulbesuch bereits vertraut sind.

 

Spiel

Spielen ist die wichtigste Lernform. Spielen und Lernen sind untrennbar miteinander verbunden. Kinder spüren, begreifen, und erobern im Spiel die Welt mit allen Sinnen. Spielerisch werden Wünsche ausgedrückt, Erlerntes weiterentwickelt und vertieft. Wir geben den Kindern Raum ihre Phantasie auszuleben und Spielsituationen mit unterschiedlichsten Materialien und Räumen zu gestalten. Wir greifen die Ideen der Kinder auf und gestalten sie gemeinsam mit ihnen weiter.

Integration und Inklusion in unserer Einrichtung

 

Kinder mit Migrationshintergrund

Unsere Einrichtung wird von Kindern verschiedenster Herkunftsländer und Kulturen besucht. In den Gruppen bieten wir interkulturelle Angebote und Impulse an, zur besseren Verständigung der Kinder untereinander. Gruppenübergreifend erleben die Kinder mit Migrationshintergrund ein Gemeinschaftsgefühl zur Stärkung ihrer eigenen Identität. Individuelle Förderangebote tragen zur Kompetenzerweiterung der Kinder bei.

 

Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und körperlichen Beeinträchtigungen

Unsere Kindertagesstätte kann grundsätzlich auch von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und körperlichen Beeinträchtigungen besucht werden, sofern es für uns als Regelkita möglich und für die Kinder förderlich ist. Zur Unterstützung der Kinder kann eine Integrationshilfe beantragt werden. Die Richtlinien dazu werden vom zuständigen Jugendamt innerhalb der gesetzlichen Vorgaben geregelt.

Wir nehmen alle Kinder in ihrer Individualität wahr, wir möchten Ausgrenzung verhindern und zur Eingliederung in die Gesellschaft beitragen. Dabei sind uns die Wertschätzung und das Verständnis füreinander sehr wichtig.

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