Wir sind für Sie da

Kath. Kindertagesstätte der

Pfarrei St. Peter in Ketten

Obere Plötzgasse 3

56410 Montabaur

Telefon

Kita St. Martin:

Leitung: Eva Schmidt

und Ulrike Floreth

02602 17474

 

Kita Don Bosco

Leitung: Jutta Winniger

02602 4367

 

Kita St. Peter

Leitung: Uschi Diefenbach

02602 1342510

 

Kita St. Johannes

Leitung: Regina Günther

02602 3800

 

Unser Konzept

Unser Bild vom Kind

Nestschaukel auf dem Außengelände

 „Unsere Kinder sind unsere wichtigsten Gäste, die zu uns ins Haus kommen,

sorgsame Zuwendung erfahren, eine Zeit lang verweilen und dann aufbrechen,

um ihre eigenen Wege zu gehen“ (Quelle unbekannt)

 

In Anlehnung an den Bildungsansatz nach Laewen gestalten wir unseren pädagogischen Alltag. Für uns bedeutet Bildung nicht nur Wissen, sondern auch die Kompetenz die Welt zu verstehen. Bildung beginnt mit der Geburt, dauert lebenslang an und ist eine Leistung des Individuums. Letztlich können Kinder nicht gebildet werden, sondern müssen sich selber aktiv bilden, wobei sie aber auf die Begleitung des Erwachsenen angewiesen sind. Selbstbildungsprozesse können durch eine anregend gestaltete Umgebung und die Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen positiv beeinflusst werden. Das Lernen geht von den Kindern aus und wird von dessen Eigenaktivität und Selbsttätigkeit gesteuert. Jedes Kind hat einen individuellen Entwicklungs- und Bildungsverlauf und erlernt, erfährt und konstruiert sich die Welt  in seinem eigenen Tempo.

 

„Menschen zu bilden bedeutet nicht ein Gefäß zu füllen,

sondern ein Feuer zu entfachen!“ (Aristophanes)

 

 

Die wichtigste Basis für jede Art von Lernprozessen ist die sichere emotionale Bindung eines Kindes an Erwachsene. Sie wachsen an Vorbildern, an Menschen die Zeit für sie haben, die Anteil nehmen an ihren Fragen und die ihren vielfältigen Fähigkeiten Respekt entgegenbringen. Kinder brauchen daher Erwachsene, die da sind, wenn sie sie brauchen, die ihnen aber auch Freiraum geben und sie loslassen können.

Die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz und das SGBVIII bilden den gesetzlichen Rahmen für unsere pädagogische Arbeit. Bildung, Erziehung und Betreuung zum Wohl des Kindes.

 

„Keine Bildung ohne Bindung“ (Laewen)

Pädagogische Arbeit

Unsere Kita bietet Platz für 125 Kinder verteilt auf sechs Gruppen. Bedingt durch die große Altersspanne (zehn Monate bis sechs Jahre), betreuen wir die Kinder in altersähnlichen Gruppen.

 

1 Krippengruppe

(maximal zehn Kinder im Alter von

zehn Monaten bis zwei Jahren)

2 Nestgruppen

(jeweils maximal 20 Kinder im Alter

von zwei bis vier Jahren)

 3 Vorschulgruppen

(jeweils maximal 25 Kinder von vier bis sechs Jahren)

 

Durch dieses Konzept ist es uns möglich, genau auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Altersspannen einzugehen und die Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend zu fördern und zu unterstützen. Die Räume und Materialien sind in den jeweiligen Gruppen auf den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten. Weiterhin arbeiten wir innerhalb der Flure teiloffen. Dies bedeutet, dass es für die Gruppen gemeinsam genutzte Räume oder gemeinsame Projekt- und Turntage gibt.

Auch die Gemeinschaft und das Miteinander aller Kinder der Einrichtung haben für uns eine wichtige Bedeutung. Wir fördern dies durch Begegnungen auf dem Außengelände, Besuche in andere Gruppen und gemeinsame Aktionen und Feste des gesamten Kindergartens.

 

Ganztagesbereich

 

In unserer Einrichtung besteht die Möglichkeit ihr Kind ganztags von 7:00 Uhr bis 16:30 Uhr (freitags bis 16:00 Uhr) zu betreuen. Für unsere Ganztagskinder bieten wir jeden Tag ein warmes Mittagessen an, dass unsere Köchin mit viel Liebe frisch zubereitet. Das wöchentliche Speisenangebot können sie neben der Küche entnehmen.

Das Mittagessen beginnt um 12:30 Uhr. Die fünf bis sechs jährigen Kinder essen im grünen und roten Zimmer und die zwei bis vier jährigen Kinder essen im weißen und orangen Zimmer mit je ein bis zwei Erzieherinnen.

Die älteren Kinder werden anschließend in ihren Gruppen betreut, dabei ist uns eine ruhige Atmosphäre wichtig.

Beim Essen geht es nicht nur um die reine Nahrungsaufnahme, sondern es handelt sich auch um eine lustbetonte, anregende und entspannte Situation. Das Kind sollte die Ess-Situation als eine ganz natürliche und angenehme Sache im Alltag erleben. Mahlzeiten sind für die Kinder ein wichtiges Ritual die den Tagesablauf strukturiert. Das Essen wird durch die Gemeinschaft und eine ansprechende Atmosphäre zu einem sinnlichen Vergnügen.

 

 

Von 13:15 Uhr bis 14:00 Uhr werden die Kinder von einer festen Bezugserzieherin beim Schlafen betreut. In der Regel dürfen die Kinder ausschlafen. Auf Wunsch werden sie aber auch geweckt. Um den Kindern das Schlafen in der Kindertagesstätte zu erleichtern, darf ein Kuscheltier, Schmusetuch, oder ähnliches von zu Hause mitgebracht werden. Für die Kinder ist das Schlafen und Ruhen eine wichtige Erholung vom Vormittag. Die Kinder verarbeiten das Erlebte und vertiefen und verinnerlichen das Neue. Denn im Schlaf verarbeitet das kindliche Gehirn die erlebten Eindrücke, bildet neue Synapsen und speichert das Erlernte. Ruhephasen sollen als ein positives Ereignis und wichtiges Ritual im Tagesgeschehen empfunden werden und wir möchten den Kindern die Möglichkeit bieten sich fallen zu lassen.

Ab 14:00 Uhr beginnt die Nachmittagsbetreuung und alle Kinder begeben sich zunächst in ihre Gruppen. Am Nachmittag können sie frei entscheiden, in welcher Gruppe sie spielen möchten. In dieser Zeit wird ihnen noch ein zusätzlicher, gesunder Nachmittagssnack angeboten. Ab 16:00 Uhr werden die Kinder von zwei Erzieherinnen in einer Gruppe betreut (Spätdienst bis 16:30 Uhr).

Die Eingewöhnung

Die ersten Schritte aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte, bedeutet für die Kinder und deren Familien eine große und spannende Herausforderung. Die neue Umgebung, unbekannte Räume, fremde Erwachsene und andere Kinder fordern dem Kind große Lern- und Anpassungsleistungen ab. Unsere Eingewöhnung lehnt sich an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ an, verläuft jedoch bei jedem Kind individuell, sodass die Eingewöhnungszeiten stark variieren können. Der tägliche Austausch zwischen Eltern und Erziehern informiert über den weiteren Verlauf.

Die Grundphase der Eingewöhnung – Die ersten drei Tage

In den ersten drei Tagen besuchen Mutter, Vater oder eine enge Bezugsperson gemeinsam mit dem Kind unsere Einrichtung für ca. eine Stunde, möglichst immer zur gleichen Zeit.

Im Gruppenraum setzt sich die Bezugsperson in eine ruhige Ecke und bietet dem Kind einen sicheren Hafen. Es ist sinnvoll, die Kinder nicht zu einem bestimmten Verhalten zu drängen, sondern sie das Geschehen in der Gruppe beobachten oder eventuell auch schon mitwirken zu lassen.

Die Erzieherinnen nehmen in dieser Zeit vorsichtig und ganz behutsam erste Kontakte zum Kind auf. Die Hauptaufgabe für die pädagogischen Mitarbeiterinnen besteht in der Verhaltensbeobachtung des Kindes, um es besser kennenzulernen. Es werden keine Trennungsversuche unternommen! Gemeinsam gehen Eltern und Kind wieder nach Hause.

Der erste Trennungsversuch

Am vierten Tag kann der erste Trennungsversuch stattfinden. Es ist sehr wichtig, dass die Eltern sich vom Kind kurz verabschieden und anschließend in erreichbarer Nähe bleiben, um schnellstmöglich zurückzukommen, falls der Trennungsversuch verkürzt oder abgebrochen werden muss.

Dauer der Eingewöhnung

Ist der erste Trennungsversuch gut gelaufen, wird in den nächsten Tagen die Trennungsdauer stetig verlängert. Zum Ende der Eingewöhnung können die Eltern die Einrichtung verlassen, müssen allerdings telefonisch erreichbar sein. Kann die Erzieherin das Kind nicht beruhigen, wird der Trennungsversuch verkürzt und am nächsten Tag noch einmal neu versucht.

Ein Kuscheltier oder ein anderer vertrauter Gegenstand von zu Hause können dem Kind in dieser Zeit ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Die Trennungszeiten liegen immer am Ende der Gesamtaufenthaltsdauer in der Einrichtung. Damit erhalten die Kinder das Signal, wenn Mutter oder Vater in den Gruppenraum zurückkehren, gehen wir gemeinsam nach Hause.

Die Schlussphase

Ist die Beziehung zwischen Kind und Erzieherin enger geworden, sollten die Mutter oder der Vater morgens nur noch kurzzeitig im Gruppenraum verbleiben und sich von ihrem Kind verabschieden. Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn die Erzieherin das Kind im Ernstfall trösten kann. Das muss nicht heißen, dass das Kind nicht mehr weint, wenn die Eltern sich nach dem Bringen verabschieden. Wenn möglich, sollte das Kind zumindest in den ersten vier bis sechs Wochen nur halbtags die Einrichtung besuchen. Auch bei einer gut verlaufenden Eingewöhnungszeit benötigt das Kind all seine Kraft und sein Können, um sich mit den neuen Verhältnissen vertraut zu machen. Eine Ganztagsbetreuung von Anfang an erschwert dem Kind diese Aufgabe.

Wird die Eingewöhnungszeit durch Erkrankung des Kindes unterbrochen, muss man nach Ende der Unterbrechung entscheiden, in welcher Phase der Eingewöhnung ein „Wiedereinstieg“ erfolgt.

Beobachtung und Dokumentation

Portfolioordner der KInder
Portfolioordner der Kinder

 

Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist die Beobachtung. Sie ist wichtiger Bestandteil aller gezielten und geplanten Aktivitäten und Förderungen des Kindes.

Durch die Beobachtung stellen wir Entwicklungen und Veränderungen in der Persönlichkeit eines Kindes fest. In regelmäßigen Abständen werden Beobachtungsbögen erstellt, die in Entwicklungs- und Elterngespräche einfließen. Aber auch spontane Beobachtungen und Lerngeschichten werden individuell festgehalten, um jederzeit den aktuellen Entwicklungsstand abrufen zu können.

 

Des Weiteren erarbeiten wir mit allen Kindern eine Portfoliomappe. In diesem Ordner wird die Lernentwicklung der Kinder dokumentiert. Die Kinder werden intensiv an der Gestaltung und Zusammenstellung „ihres Buches“ beteiligt. Sie dürfen selbst entscheiden, welche Unterlagen und „Kunstwerke“ abgeheftet werden und erhalten dadurch ein Mitspracherecht.

Alle Daten und Informationen werden vertraulich behandelt und unterliegen dem Datenschutz.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Im Mittelpunkt unserer Zielsetzung und Planung stehen das Bedürfnis und Interesse des Kindes. Unsere pädagogische Arbeit hat die ganzheitliche Entwicklung zum Ziel.

Wir bieten den Kindern eine erlebnisreiche Umgebung, in der sie sich wohlfühlen und vielfältige Erfahrungen sammeln können. Individuelle Neigungen und Interessen werden gestärkt, Schwachstellen und Defizite aufgearbeitet. Wir sind eine partnerschaftliche, familienergänzende und unterstützende Tageseinrichtung, die die Lebenssituation jedes Kindes berücksichtigt und ihm zur größtmöglichen Selbstständigkeit verhilft. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder auch darin, ihre eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln, ohne diese durch festgelegte Verhaltens- und Handlungsweisen in ihren Erfahrungen und Erlebnissen einzuschränken. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Mädchen und Jungen werden beobachtet, anerkannt und in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt.

Weiter ist es uns wichtig, die Kinder zu stärken und zu widerstandsfähigen  -resilienten- Persönlichkeiten zu entwickeln.


"Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles gelingen.

Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, das Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind durch die wir wachsen und reifen" (Antoine de St. Exupéry)


Da es auch schwierige Situationen im Leben geben kann, hilft die Widerstandsfähigkeit dem Kind sich positiv zu entfalten, um den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Die Förderung der Resilienz fließt auf natürliche Weise in unseren pädagogischen Alltag mit ein.

Von wesentlicher Bedeutung ist uns der enge Kontakt zum Elternhaus. Gegenseitige Informationen über Geschehnisse oder besondere Beobachtungen im Tagesverlauf sind uns deshalb sehr wichtig.

Treppe im Eingangsbereich

Bildungsbereiche

 

Sprachliche Bildung

Unsere Sprache ist der Schlüssel, mit dem wir uns die Beziehungen in einer Gemeinschaft eröffnen können. Durch sie erlebt das Kind, dass es seine Bedürfnisse und Wünsche an den Freund, an die Gruppe weitergeben kann und damit eine Reaktion bewirkt. Durch seine Sprache kann es sich mitteilen, kann Konflikte lösen und gemeinsames Spielen ermöglichen. Durch vielseitige Angebote wie Gedichte, Lieder, Theater- und Rollenspiele, Bücher und Gespräche sowie eine intensive Beobachtung, bieten wir dem Kind weitreichende Möglichkeiten Erfahrungen im sprachlichen Bereich zu sammeln. Dabei sind wir uns unserer Vorbildrolle bewusst. Je nach Entwicklungsstand findet eine gezielte Förderung statt.

 

Mathematisch - naturwissenschaftliche Bildung

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik prägen unser Leben. Sie können Antworten geben auf die vielen kindlichen Fragen zur Klärung der Welt. Bereits im frühen Kindesalter müssen die vorhandene Neugier und der Forscherdrang des Kindes genutzt werden. Daher gehört der bewusste Umgang mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen genauso zu unserem Kindergartenalltag, wie das Experimentieren mit Wasser, Licht, Energie,… . In unseren Räumlichkeiten bieten wir den Kindern vielfältige Möglichkeiten zu experimentieren und naturwissenschaftliche Vorgänge kennenzulernen.

 

Ästhetisch - kulturelle Bildung

In unserer Einrichtung erhalten die Kinder die Chance, auf vielfältige Weise kreativ und schöpferisch tätig zu sein. Durch eine anregungsreiche Umgebung ermöglichen wir ihnen die selbstbestimmte und freie Nutzung diverser Materialien. Dadurch schaffen sich die Kinder eigene Zugänge, Erlebniswelten und Erfahrungsfelder, durch die sie mit allen ihren Sinnen die Welt begreifen und erfahren können. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten und unterstützen diese kreativen Bildungsprozesse der Kinder.

Auch die Begegnungen mit Musik, Tanz und Theater liefern eine Vielzahl von Sinneswahrnehmungen. Gemeinsames Singen, Musizieren, Tanzen und Theaterspielen fördern das soziale Lernen, die Kontakt- und Teamfähigkeit, sprechen Emotionen an und tragen zur Ausgeglichenheit, Entspannung und emotionaler Stärke bei.

 

Bewegung- und Gesundheitsbildung

Bewegung, Spiel und Sport sind wichtige Momente einer ganzheitlichen Bildung. Ein Großteil der Kindergartenzeit sind Kinder in Bewegung. Durch gezielte Angebote wie z.B. Kreisspiele, Tänze, Spaziergänge oder auch den wöchentlichen Turntag in der Sporthalle, wird die Bewegungserziehung verstärkt und motorische Fertigkeiten eingeübt. Das Kind lernt mit seinem Körper umzugehen, seine Geschicklichkeit, Ausdauer, Konzentration zu verbessern und seine Bewegung bewusst einzusetzen.

Genauso wichtig wie die tägliche Bewegung ist der verantwortliche Umgang mit der eigenen Gesundheit. Bereits in der frühen Kindheit werden die Grundlagen für eine gesunde Ernährung gelegt. Vorbild dabei sind wir Erwachsene. So lernen die Kinder in unserer Einrichtung die Vielfalt der Ernährung und einen bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln kennen.

 

Lebenspraktische Kompetenzen

In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern vielfältige Wege „lebenspraktisches Tun“ zu erproben. Diese Erfahrungen beruhen hauptsächlich auf der Neugier und dem Bestreben der Kinder, es dem Erwachsenen gleichzutun, um die alltäglichen Dinge des Lebens selbstständig zu bewältigen. Zu den täglichen Erfahrungs- und Lernbereichen gehören das eigene Aus- und Ankleiden, die Körperhygiene, kleine Aufgaben bewältigen (abwaschen, Tisch decken…) sowie das Hantieren mit Alltagsgegenständen usw. Wir begleiten die daraus resultierenden Ergebnisse durch Wertschätzung und schaffen gemeinsam mit den Kindern neue Erfahrungsfelder. Selbstständigkeit und die Sicherheit, alltägliche lebenspraktische Herausforderungen zu bewältigen, schaffen gute Voraussetzungen für selbsttätiges Lernen in anderen Erfahrungsfeldern.

 

Emotionales und soziales Lernen

Wir befähigen die Kinder zu gegenseitiger Rücksichtnahme und legen besonderen Wert auf die Erziehung zur sozialen Fähigkeit. Sie erfahren, sich in eine bestehende Gruppengemeinschaft mit ihren Regeln einzuordnen und auch die eigene Identität zu finden. Durch das soziale Miteinander erlernen die Kinder ihre Konflikte zu bewältigen und eigenständige, kreative Lösungen zu finden. Durch das Vorbild der pädagogischen Fachkräfte werden sie auf vielfältige Weise in diesem Prozess unterstützt. Das Kind erlernt zudem sich seiner Gefühle bewusst zu werden und seine Gedanken, Interessen und Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen und zu vertreten. Die emotionale und soziale Förderung findet vorwiegend in der Freispielzeit, durch Regelspiele (gewinnen/verlieren), Rollenspiele sowie durch gemeinsames kreatives Gestalten statt.

 

Die Kleinsten im Blick

Kinder im Alter von null bis drei Jahren benötigen intensive emotionale und Sicherheit vermittelnde Beziehungen. Auf der Basis einer sicheren Bindung erkunden sie ihre Umgebung, das Verhalten anderer Kinder sowie ihre eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten und entwickeln diese weiter. Das Gefühl des Vertrauens zu einer Bezugsperson ermöglicht ihnen eine immer selbstständigere Erweiterung und Erkundung ihres Lebens- und Aktivitätsraumes. Daher ist es für uns vorderste Priorität, den Kindern Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, um sie so zu einem immer größeren Erfahrungs- und Handlungsspielraum zu ermuntern.

Zudem sind die ersten drei Jahre der Kindheit eine sehr „bewegte“ Zeit. In keiner anderen Lebensphase machen Kinder so große Entwicklungsschritte. Kinder lernen in dieser Entwicklungsphase fast alles in und durch Bewegung. Da Bewegung die Grundlage für die Entwicklung strukturierten Denkens ist, ist jeder Bewegungsschritt zugleich ein Lernschritt. Durch ausreichende und vielfältige Bewegungsmöglichkeiten sammeln die Kinder in unserer Einrichtung viele motorische und sinnliche Erfahrungen.

Alle anderen Bildungsbereiche fließen auf eine altersgemäße Weise in die Betreuung der U3 Kinder mit ein.

Übergänge

Seillandschaft auf dem Außengelände

 

Interne Übergänge

 

In der Kindertagesstätte St. Martin gibt es durch die besonderen Gruppenkonstellationen bis zu zwei interne Wechsel der Kinder in andere Gruppen. Die Übergänge werden altersgerecht gestaltet.

 

Krippe - Nestbereich -Vorschulkinder

 

Diese Übergänge erfordern von den Erzieherinnen eine gute Kooperation und Planung untereinander, um den Kindern und Eltern einen fließenden und schonenden Übergang zu ermöglichen.

Ein kurzer Überblick über den Verlauf.

Zunächst werden alle organisatorischen Angelegenheiten, wie zum Beispiel die neue Gruppenzugehörigkeit oder der Zeitpunkt von der Leitung und den Erziehern geplant. Anschließend findet unter den zuständigen Erziehern ein Austausch über die Entwicklung und die Besonderheiten des Kindes statt.

Der Wechsel von Krippe in den Nestbereich kann nach Absprache nach den Sommerferien oder Weihnachtsferien stattfinden. Der Wechsel von Nestbereich in den Kitabereich findet meist nach den Sommerferien statt, wenn die ältesten Kinder in die Schule gekommen sind.

Drei bis vier Wochen vor dem geplanten Übergang des Kindes finden Gespräch mit den neuen Erziehern und den Eltern statt. Ziel des Gesprächs ist es, sich kennenzulernen, Informationen auszutauschen sowie Veränderungen im Tagesablauf zu besprechen.

Anschließend beginnt das gegenseitige Kennenlernen zwischen Erzieher und Kind. Die Aufenthaltsdauer wird hierbei stetig verlängert. Gegen Ende der Umgewöhnung werden die Garderobensachen, Kisten und so weiter gemeinsam umgeräumt.

Die Erzieher tauschen sich über den gesamten Prozess aus und reflektieren die Umgewöhnungen.

 

Übergang Kita - Grundschule

 

Die Kinder unserer Kindertagestätte werden in der Joseph-Kehrein-Schule in Montabaur oder in der Waldschule in Horressen eingeschult.

Um den Kindern den Übergang zu erleichtern, stehen wir in engem Kontakt mit den Grundschulen. Durch gegenseitige Hospitationen und gemeinsame Gespräche wird die Zusammenarbeit gestärkt und durch persönliche Kontakte gefördert.

 

Wir besuchen mit den Kindern die jeweilige Schule und bauen so Berührungsängste ab. In der Regel ist der Schulbesuch so organisiert, dass die Kinder an einer Unterrichtsstunde teilnehmen können und im Rahmen dessen auch die zukünftigen Klassenlehrer kennenlernen.

Spiel

bemalte Holzstühle auf dem Außengelände

 

Spielen ist die zentrale Form kindlicher Entwicklung und eine der komplexesten und wichtigsten Bildungsbeschäftigungen in der frühen Kindheit. Spielen und Lernen sind untrennbar miteinander verbunden, Kinder spielen nicht um zu lernen, sondern lernen beim Spielen. Das Spiel von Kindergartenkindern ist oft so eng mit dem Alltag verbunden, dass man teilweise nicht weiß, ob es spielt oder nicht. Im Unterschied zu zweckbestimmten Handlungen ist Spiel eine zweckfreie, spontane, freiwillige, lustbetone und phantasiegeleitet Tätigkeit. Kinder spüren, begreifen, wiederholen vieles und erobern sich so die Welt mit allen Sinnen. Für uns ist es wichtig, die Kinder in den Spiel- und damit verbundenen Entwicklungsprozessen eng zu begleiten und die Umgebung für die Kinder attraktiv zu gestalten. So erhalten die Kinder die Möglichkeit ihre Phantasien auszuleben und vielfältige Spielsituationen zu gestalten. Als Erzieher ist es uns wichtig, die Ideen der Kinder aufzugreifen, aber auch eigene Impulse einzubringen. Bei der Raumgestaltung und der Materialauswahl ist es unerlässlich, dass die Kinder auf viele unterschiedliche Materialien und Räume zurückgreifen können, um das Experimentieren und freie Spiel mit unterschiedlichen Natur- und Alltagsmaterialien zu ermöglichen.

Im Spiel werden Rollen spielerisch erarbeitet, Ängste überwunden, Wünsche ausgedrückt und Erlerntes weiterentwickelt und vertieft. Erwachsene sind oft erstaunt welche Ausdauer Kindern beim Spielen entwickeln. Beim Spielen finden unterschiedlichste Lernprozesse statt, die für die soziale, kognitive, emotionale und psychomotorische Entwicklung von großer Bedeutung sind und die Entwicklung vorantreiben.

Es gibt viele verschiedene Formen des Spiels. Man unterscheidet grob in Funktionsspiel, Konstruktionsspiel, Symbolspiel, Rollenspiel und Regelspiel.

Sprachliche Bildung

Die Sprache ist für uns Menschen das wichtigste Mittel der Verständigung. Mit ihrer Hilfe können wir Gefühlen und Stimmungen Ausdruck verleihen, Bedürfnisse und Wünsche deutlich machen und Kontakte zu anderen aufbauen.

Was heißt aber nun Sprachförderung in der Kindertagesstätte?

Unter Sprachförderung wird die positive Beeinflussung der Sprachentwicklung von Kindern verstanden. Hierzu zählen alle Maßnahmen, die in der Kindertagesstätte von den pädagogischen Fachkräften eingesetzt werden, um die Sprachentwicklung der Kinder anzuregen, zu unterstützen und zu fördern.

Sie knüpfen an die alltägliche Erfahrungswelt von Kindern im Vorschulalter an insbesondere sollen sie Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch deutsche Kinder, deren Sprachlernpotenzial bislang nicht altersgemäß ausgeschöpft ist, in ihrer Sprachkompetenz fördern und stärken.

Unser Schwerpunktziel während der Sprachförderung ist es, die Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu fördern.

Dabei soll die Grammatik der Kinder soll verbessert, sowie der Wortschatz der Kinder erweitert werden. Ziel ist es, die Kinder in ihrer positiven Haltung zum Entwicklungsbereich „Sprache“ zu fördern, um eine hohe Motivation und Sprachfreude im Alltag zu stärken und zu erreichen. Die Kinder sollen Sprache als Ausdrucksmittel ihrer Persönlichkeit, wie auch als Werkzeug, sich mitzuteilen und auszudrücken, erfahren.

Ein weiterer wichtiger Grund für unsere Zielsetzung ist es, den Kindern ein besseres sprachliches Verständnis als Basis für alle folgenden breit gefächerten Lernprozesse (z.B. Schuleintritt) zu vermitteln.

 

Diese Erfahrungen ermöglicht die Kindertagesstätte durch:

  • Spiele und Aktivitäten in Kleingruppen, um gesondert auf die Kinder eingehen zu können
  • dass Schaffen von Kommunikationssituationen (Gespräch in kleinen Gruppen, Kinderkonferenzen
  • und Erzählrunden fördern die Sensibilität, stärken das Selbstbewusstsein und unterstützen die Ausdrucksfähigkeit)
  • eine anregende Umgebung (Medien, Bücher, Fotos, wecken Neugierde und regen zum Fragen und zu Diskussionen an)
  • die Unterstützung selbstinitierter Lernprozesse: Aufmerksames Beobachten bietet Gelegenheit zu entdecken, was Kinder interessiert um darauf einzugehen

 

Zur fachgerechten Unterstützung haben wir eine zusätzliche Fachkraft, die am Sprachförderprogramm des Landes Rheinland- Pfalz teilnimmt. Die Sprachförderung findet zusätzlich in Kleingruppen oder in Einzelförderung nachmittags von 13.15- 16.00 Uhr statt.

Integration und Inklusion in unserer Einrichtung

bunte Sitzkissen

 

Integration von Kindern mit Migrationshintergrund

Zurzeit liegt der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in unserer Einrichtung bei circa 25 %.

Aus diesem Grund sind in unserer Einrichtung zusätzlich zum Gruppenpersonal zwei interkulturelle Fachkräfte für Kinder mit Migrationshintergrund beschäftigt. Diese Erzieherinnen arbeiten gruppenübergreifend und fördern unter anderem die Deutschkenntnisse der Kinder. Dabei werden die Kinder in Kleingruppen spielerisch mit verschiedenen Methoden und Materialien an die Verbesserung ihrer Sprachkompetenzen herangeführt. Zudem verbindet die interkulturelle Arbeit kulturspezifische Merkmale der verschiedenen Familien und Länder miteinander. Die Arbeitseinheiten orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder. Bei Bedarf werden auch Einzelförderungen durchgeführt.

 

Die interkulturelle Fachkraft nimmt vierteljährlich an Arbeitsgemeinschaften des Caritasverbandes teil, um ihre Fachkompetenzen zu erweitern und aktuelle Informationen auszutauschen.

 

Integration von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen

Grundsätzlich nehmen wir in unserer Einrichtung Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen auf, sofern es für uns möglich und für die Kinder förderlich ist.

Ist dies der Fall, so wird eine Erzieherin als Integrationshilfe für diese Kinder beschäftigt.

Die wöchentliche Arbeitszeit richtet sich nach dem Grad der Einschränkung der Kinder und wird vom Jugendamt festgelegt Die Kinder werden sowohl innerhalb des Gruppenalltags als auch einzeln gefördert. Auch hier orientieren sich die Arbeitseinheiten an den Bedürfnissen der Kinder.

Immer mehr werden mit der Integrationsarbeit auch Schlagwörter wie Inklusion -Exklusion verwendet.

Das Wort Exklusion bedeutet den Verlust an sozialen und politischen Teilhabechancen von einzelnen Personen oder Familien. Diese Ausgrenzung findet in unserer Einrichtung keinen Anklang, da wir die bewusste und gewünschte Teilnahme aller sich hier befindenden Personen erreichen wollen, mit dem Ziel, alle Kinder und Familien in die Gesellschaft zu integrieren.

Hier sollen alle Menschen, besonders die Kinder, in Ihrer Individualität angenommen, gefördert und unterstützt werden. Unser Bestreben bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche wie Sprachförderung, Eingliederung in die Gesellschaft, Hilfe bei Behörden- und Schulbesuchen. Bei Sprachbarrieren bemühen wir uns um Dolmetscher zum Übersetzen.

Ziel ist es, alle Nationen und Religionen unter einem Dach, in gegenseitigem Respekt und Verständnis füreinander zu vereinen.

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