Wir sind für Sie da

Kath. Kindertagesstätte der

Pfarrei St. Peter in Ketten

Obere Plötzgasse 3

56410 Montabaur

Telefon

Kita St. Martin:

Leitung: Eva Schmidt

und Ulrike Floreth

02602 17474

 

Kita Don Bosco

Leitung: Jutta Winniger

02602 4367

 

Kita St. Peter

Leitung: Uschi Diefenbach

02602 1342510

 

Kita St. Johannes

Leitung: Regina Günther

02602 3800

 

Unsere Krippe

Umsetzung der pädagogischen Arbeit

Krippenwagen

In der Krippe erleben die Kinder einen strukturierten Tagesablauf, der durch feste Zeiten und Rituale gegliedert ist. Ein immer wiederkehrender Rhythmus gibt ihnen Sicherheit und Orientierung. Im Alltag wird auf ein Wechselspiel zwischen Ruhe / Entspannung und Bewegung / Aktion geachtet. Dabei wird individuell auf die Bedürfnisse jedes Kindes eingegangen.

 

Die Mahlzeiten, die täglich um 8:45 Uhr und 11:30 Uhr stattfinden, sind ein fester und bedeutsamer Bestandteil im Krippenalltag und nehmen eine große Zeitspanne in Anspruch. Essen bedeutet nicht nur satt werden, sondern bietet ein sinnliches Erfahrungsfeld. Die Kinder können das abwechslungsreiche und gesunde Essen auf einem liebevoll gedeckten Tisch in angenehmer Atmosphäre sehen, riechen, schmecken und auch fühlen. Genussvoll die Eigenschaften der Lebensmittel mit Händen und dem Mund zu erspüren, ist ein wichtiger Lernprozess für Krippenkinder. Die Kinder werden von uns täglich auch zum selbst Essen und später auch zum selbst Nachholen angeregt und motiviert, um ihre Selbstständigkeit zu fördern. Bei Bedarf reichen wir den Kindern das Essen individuell an oder bieten Hilfestellungen. Die Essenssituation ist bei uns eine kommunikative Situation, in der das Gemeinschaftsgefühl bewusst erlebt und gestärkt wird. Die Kinder haben auch hier die Möglichkeit voneinander zu lernen.

Weiterhin kann jedes Kind selbst entscheiden, was und wie viel es essen möchte. Die Essenbedürfnisse sind individuell und verschieden und werden von den Fachkräften respektiert und ernst genommen. Die gesamte Essenssituation ist durch verschiedene Rituale strukturiert und für die Kinder verständlich und liebevoll aufgebaut.

Die Möglichkeit zu Schlafen, Ruhen und Entspannen ist bei uns für die Kinder im gesamten Tagesablauf gegeben (angrenzender Schlafraum und Ruhe- und Rückzugemöglichkeiten im Gruppenraum). Nach dem Mittagessen gibt es bei uns eine gemeinsame Ruhephase. Einschlafen bedeutet sich fallen zu lassen und setzt Vertrauen voraus. Eine gemütliche, behagliche Atmosphäre, ruhige Musik, ein individuell eingerichteter Schlafplatz mit persönlichen Gegenständen tragen zu einer entspannten Ruhesituation bei. Auch dieser feste Bestandteil im Tagesablauf ist von liebevollen und teils individuellen Ritualen umgeben.

Es gibt keine festen Wickelzeiten in der Krippe, da die Kinder individuell und nach ihrem Bedürfnis gewickelt werden. Gerade in der Wickelsituation können wir uns dem einzelnen Kind eine gewisse Zeit individuell zuwenden, indem wir mit ihm sprechen und unsere Tätigkeit sprachlich begleiten. Die körperliche Pflege wird auf diese Weise zu einer bedeutsamen Situation, in der das Kind wichtige emotionale und sprachliche Erfahrungen sammeln kann. In der Pflegesituation lernt das Kind, seine Bedürfnisse, Wünsche und Befinden mitzuteilen und sich als selbstwirksam zu erleben. Durch den intensiven Blickkontakt, die behutsame Berührung und die achtsame Interaktion wird die Bindung zwischen dem Kind und der Erzieherin täglich gestärkt.

Die Erfahrungen, die Kinder in der Phase des „Sauberwerdens“ machen, sind wichtig für ihre nächsten Entwicklungsschritte. Der Zeitpunkt des Sauberwerdens ist individuell und setzt körperliche Reife voraus. Wir unterstützen die Kinder in diesem Prozess und bestärken ihr Interesse.

Die Raumgestaltung in der Krippengruppe ist auf die Kinder und deren Bedürfnisse abgestimmt. Uns ist es wichtig, den Kindern sowohl viel freie Flächen für die Bewegung, als auch Funktionsbereiche für gezielte Spiele, anzubieten. Das Raumkonzept basiert auf den Grundsatz „weniger ist mehr“, dies wird auch bei dem Materialangebot deutlich. Die Spielmaterialien werden entwicklungs- und bedürfnissorientiert ausgetauscht. Bei der Auswahl legen wir Wert auf Materialien, die alle Sinne ansprechen und das explorative Spiel anregen.

Pädagogischer Ansatz

Kuschelkorb in der Krippe

Die Krippe arbeitet nicht ausschließlich nach einem bestimmten pädagogischen Ansatz, sondern kombiniert Teilaspekte aus unterschiedlichen pädagogischen Richtungen.

Die erste Grundlage ist der situationsorientierte Ansatz, der individuell auf den Bedürfnissen und Interessen der Kinder basiert. Durch Beobachtungen und Dokumentationen ist es möglich, gezielte Angebote und den Tagesablauf nach den Kindern und deren Interessen zu planen.

Die Entwicklung der Selbstständigkeit steht dabei im Mittelpunkt der Arbeit. In der Praxis heißt das, dass den Kindern viele Möglichkeiten und Raum geboten werden, um sich und ihre Umwelt selbst auszuprobieren. Weiterhin wird das explorative Verhalten unterstützt und eine anregende Umgebung geschaffen.

Eine wichtige Grundlage ist die beziehungsvolle Pflege nach Emmi Pikler. Dies bedeutet, dass den Kindern bei alltäglichen Beziehungssituationen wie dem Wickeln, Füttern, Anziehen oder Waschen mit liebevoller Zugewandtheit begegnet und stets respektvoll agiert wird. Hinzu kommen die sprachliche Ankündigung und die ruhige Begleitung der Handlung im Tagesablauf. Verbunden damit ist auch der ko - konstruktive Dialog mit dem Kind.

Eine weitere wichtige Grundlage richtet sich nach dem ressourcenorientierten Ansatz. Dieser besagt, die Stärken der Kinder zu erkennen und sie darin zu begleiten, ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Ganz individuell werden die Fähigkeiten weiter ausgebaut und gestärkt.

 

Pädagogischer Alltag

07.30 Uhr - 08.45 Uhr              Ankommen in der Krippe in gemütlicher, ruhiger Atmosphäre

08.45 Uhr                               gemeinsames Frühstück

09.15 Uhr - 11.30 Uhr              Zeit für selbstbestimmtes Spiel, bedürfnisorientierte

                                             Angebote drinnen und draußen

11.30 Uhr - 12.15 Uhr              Mittagessen, frisch zubereitet durch unsere Köchin

12.15 Uhr - 14.00 Uhr              Ruhephase für alle Kinder

14.00 Uhr - 14.30 Uhr              Abholzeit

 

In der Krippe haben die Bring- und Abholsituation eine wichtige Bedeutung. Die Erzieherin widmet durch Blick-, Körperkontakte und Ansprache ihre Aufmerksamkeit dem Kind und den Eltern und erleichtert so den Übergang von der Familie in die Krippe und umgekehrt. Die Eltern erfahren so weiterhin, dass ihr Kind wahrgenommen und willkommen ist.

Eine klare und deutliche Übernahme des Kindes durch die Erzieherin ist wichtig, um den Beginn einer neuen Situation deutlich zu machen. Bei den Übergängen haben die Eltern und die Erzieher die Möglichkeit, wichtige Informationen über das Kind auszutauschen, zum Beispiel wie es geschlafen oder gegessen hat.

Im gesamten Alltag werden die unterschiedlichen Bildungsbereiche Motorik, Wahrnehmung, Sprache, Sozial, Emotional, Lebenspraktisch, Kreativ und Kognitiv angesprochen. Dies geschieht sowohl im selbstbestimmten Spiel der Kinder, wie auch in von den Erzieherinnen gezielt, vorbereiteten Angeboten. Die Bereiche gehen teilweise stark ineinander über oder ergänzen sich. Ein weiteres Ziel der Erzieher ist es in allen Bereichen die Selbstständigkeit der Kinder zu unterstützen und zu fördern.

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